Urlaub

Urlaub: Gesetzlich geregelte Erholung als wichtiger Teil des Berufslebens 

Hi(gh) Potentials des Gesundheits- und Sozialwesens üben sehr erfüllende, aber auch anstrengende Tätigkeiten aus. In pflegerischen, betreuenden oder therapeutischen Berufen ist ein Ausgleich durch Urlaub zentral für die mentale und physische Gesundheit, sind diese Berufe doch geprägt von großer Verantwortung und einer hohen Arbeitsbelastung. Wer so hart arbeitet, muss also auch Urlaub machen – und in Deutschland hat jeder Arbeitnehmer Anspruch darauf. 

Urlaubsregeln sind per Gesetz genau festgelegt

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) regelt den gesetzlichen Urlaubsanspruch, Jahresurlaub und Dauer sowie den Mindesturlaub. Verkündet wurde das BurlG am 8. Januar 1963 und ergänzte die bis dahin geltenden Einzelabsprachen, die zwischen den Tarifparteien für jede Branche und jedes Land bestanden hatten. Diese Einzelvereinbarungen können immer noch als Anpassung genutzt werden, das heißt, in Tarif- oder Arbeitsverträgen dürfen weitere Regelungen zum Urlaubsrecht stehen. Das Bundesurlaubsgesetz gibt allerdings die Mindestanforderung vor. 

Paragraf 1 des BurlG regelt, welche Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub haben. Diese sind:

Das Gehalt wird dabei voll ausgezahlt. Eine Sonderregelung gilt, wenn ein Mitarbeiter um Freistellung bittet. In solchen Fällen bleibt die Beurlaubung unbezahlt. 

Urlaubsplanung: So setzt sich der Anspruch zusammen

Das Bundesurlaubsgesetz regelt nicht nur, welche Arbeitnehmergruppen Anspruch auf die bezahlte Auszeit haben, sondern auch deren Länge. Der Urlaub darf nicht zu kurz sein und der Arbeitgeber dürfen den gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch nicht unterschreiten. Steht also solch ein Passus im Arbeitsvertrag, so hat er keine Gültigkeit. Wie viel einem pro Jahr zusteht, lässt sich anhand einer simplen Berechnung ermitteln: Die Anzahl der Arbeitstage pro Woche x 4. So ergibt sich zum Beispiel bei einer Fünf-Tage-Woche ein gesetzlicher Urlaubsanspruch von 20 Werktagen Urlaub (5 Arbeitstage x 4). Bei einer Vier-Tage-Woche sind es 16 Werktage (4 Arbeitstage x 4). 

Sonderregelungen gelten für besonders schützenswerte Arbeitnehmer, gewöhnlich Jugendliche unter 18 Jahren, welche unter das Jugendarbeitsschutzgesetz fallen. Ihnen steht je nach Alter mehr Urlaub zu als volljährigen Mitarbeitern. Eine ähnliche Regelung gilt für schwerbehinderte Arbeitnehmer. Bei körperlich besonders anstrengenden Tätigkeiten erhalten Beschäftigte über 50 Jahre bisweilen zusätzliche Urlaubstage. Solche Anträge werden individuell von Arbeitsgerichten entschieden. 

Generell orientiert sich der gesetzliche Urlaubsanspruch zudem an der Dauer der Betriebszugehörigkeit. So heißt es in Paragraf 4 des Bundesurlaubsgesetzes: „Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.“ Eine „Urlaubssperre“, wie sie im Volksmund oft genannt wird, herrscht zwar nicht und es besteht auch während dieser Warteperiode ein anteiliger Anspruch. Dennoch verzichten die meisten neuen Mitarbeiter darauf, diesen zu nutzen – einerseits, um sich die Zeit aufzusparen und andererseits, um keinen schlechten Eindruck zu machen. Pro vollem Monat Betriebszugehörigkeit erwirbt der Angestellte ein Zwölftel seines Jahresurlaubs. Auch dafür gibt es eine Faustregel: Die Anzahl der Urlaubstage insgesamt geteilt durch 12 Monate. Jemand mit 20 Urlaubstagen pro Jahr erhält pro Monat also einen Anspruch auf 1,66 Tage.

Talente der Pflegebranche erhalten mehr Mindesturlaub

Mit der 4. Pflegearbeitsbedingungenverordnung (PflegearbbV) hat der Gesetzgeber einen neuen Mindesturlaub für Menschen in Pflegeberufen eingeführt. Während bis 2020 der Mindesturlaub für alle Arbeitnehmer vier Wochen betrug, wird 2021 und 2022 in der Pflege bezogen auf eine Fünf-Tage-Woche ein weiterer Urlaubstag gewährt. Die Regelung ist jedoch nicht unumstritten, da der Anspruch nur für Pflege-Beschäftigte mit gesetzlichem Mindesturlaub gilt. Darüber hinausgehende tarifliche oder arbeitsvertragliche Urlaubsansprüche bleiben davon unberührt – hier werden keine zusätzlichen Erholungstage gewährt. 

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