Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis: Wer die Codes kennt, ist auf der sicheren Seite 

Hi(gh) Potentials der Gesundheits- und Sozialbranche wollen hoch hinaus und wechseln für ihre Karriere auch mal den Job. Nach vorne zu schauen ist wichtig, doch sollte man auch keine verbrannte Erde hinterlassen. Denn ein negativer Eindruck am alten Arbeitsplatz kann sich auf das Arbeitszeugnis auswirken. 
Jeder Arbeitnehmer, der eine Position verlässt, hat Anspruch auf ein Zeugnis. Gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) § 630 muss es innerhalb von zwei bis drei Wochen nach Beschäftigungsende ausgestellt worden sein. Sonst kann das Arbeitszeugnis eingeklagt werden.

Bei der Erstellung des Arbeitszeugnisses gibt es eine Reihe von formalen Bedingungen, die eingehalten werden müssen, etwa dessen Aussehen und Aufbau sowie wer als Verfasser überhaupt befugt ist. Zudem wird eine ganz bestimmte Sprache verwendet: Die Formulierungen folgen einem Code. 

Das Arbeitszeugnis: So ist es aufgebaut

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass ein Arbeitszeugnis stets schriftlich auf Papier ausgefertigt werden muss und für den Ausdruck das Firmenbriefpapier verwendet werden sollte. Der Inhalt ist wie folgt vorgeschrieben:

  • Nennung der Personalien
  • Dauer der Tätigkeit und genaue Bezeichnung der Aufgabe
  • Inhalt der Aufgaben 
  • Bewertung der Leistungen
  • Erwerb von Kompetenzen während der Beschäftigung (auch Weiterbildungen/Schulungen)
  • Bewertung des Verhaltens gegenüber Kollegen und Vorgesetzten
  • Austrittsgrund mit Schlussformulierung
  • Eigenhändige Unterschrift des Arbeitgebers

Geheimsprache und besondere Formulierungen im Zeugnis

Bei der Bewerbung auf einen neuen Job kann der Inhalt des Zeugnisses eine Rolle spielen. Tatsächlich wird hier eine Art Zeugnissprache verwendet, die einem Benotungsprinzip folgt. An folgenden Formulierungen kann man sich orientieren: 

  • Note 1 (sehr gut): Mitarbeiter X erfüllte seine Aufgaben stets zur vollsten    Zufriedenheit.
  • Note 2 (gut): Er erfüllte seine Aufgaben stets zur vollen Zufriedenheit.
  • Note 3 (befriedigend): Er erfüllte seine Aufgaben zur vollen Zufriedenheit.
  • Note 4 (ausreichend): Er erfüllte seine Aufgaben zur Zufriedenheit.
  • Note 5 (mangelhaft): Er erfüllte seine Aufgaben im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit.
  • Note 6 (ungenügend): Er hat sich bemüht.

Grundsätzlich ist nicht alles, was gut klingt, auch gut gemeint. Die Bedeutung hinter manchen Formulierungen ist schwer zu entschlüsseln. Beispiele dafür sind: 

  • Mitarbeiter X machte sich mit großem Fleiß und Interesse an die ihm übertragenen Aufgaben = Trotz Fleiß und Interesse hatte er keinen Erfolg.
  • Er hat alle Aufgaben in seinem und im Interesse des Unternehmens erledigt = Er hat sich auf Kosten des Unternehmens bereichert. 
  • Seine Geselligkeit trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei = Während der Arbeit war er dem Alkohol nicht abgeneigt. 

Gegen schlechte Beurteilungen kann man sich wehren

Der Grund für die verschlüsselten Sätze: Direkt negativ dürfen Arbeitszeugnisse in Deutschland nicht sein, sondern müssen stets „wohlwollend“ verfasst werden. Ihre Botschaften dürfen Arbeitgeber jedoch durch Codes, wie in den obigen Beispielen, trotzdem vermitteln. So kann es passieren, dass der scheidende Mitarbeiter über gut klingende Formulierungen hinwegsieht und sich mit einem vermeintlich hervorragenden Zeugnis woanders bewirbt. Wem der Jargon nicht geläufig ist, sollte die Beurteilung daher lieber vorher von einem Arbeitsrechtler überprüfen lassen.

Gibt es tatsächlich Sätze, mit denen man nicht einverstanden ist, ist es ratsam, den Arbeitgeber um eine Änderung oder Streichung zu bitten. Ist dieser nicht willig, über das Zeugnis zu verhandeln oder bei offensichtlichen Fehlangaben einzulenken, kann der Anwalt mit einem Schreiben intervenieren. Häufig reicht das schon aus. Ansonsten bleibt noch die Klage, doch man sollte eine klare Vorstellung von der Korrektur des Zeugnisses haben und erklären können, warum sich die Worte des Arbeitgebers potentiell nachteilig auf das berufliche Fortkommen auswirken. Die Beweislast liegt hier beim Kläger. 
Auch, wenn die Auflistung der Tätigkeiten fehlerhaft ist oder Lücken aufweist, muss belegt werden, dass man diese ausgeübt hat. 

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